Allgemeinmedizinische Gemeinschaftspraxis & Diabetologische Schwerpunktpraxis

Dr. med. Veit Joachim Heu & Ursula Heu

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Diabetologie

Diabetes - Was ist das?

Diabetes mellitus, auch "Zuckerkrankheit" genannt, ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu erhöhten Blutzuckerwerten führt. Ein dauerhaft zu hoher Blutzucker kann wiederum zu einer ganzen Reihe von Folgeerkrankungen führen, unter anderem Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung, Gefühlsstörungen und Nierenschäden. Die Nierenfunktion kann teilweise so stark abnehmen, dass lebenslang die Notwendigkeit zur Blutwäsche (Dialyse) besteht. Daher ist es wichtig, dass der Blutzucker optimal eingestellt ist, so lassen sich Folgeschäden vermindern oder sogar ganz vermeiden. Eine Diabetesschulung kann Ihnen dabei helfen, lebensgefährliche Stoffwechselentgleisungen wie Über- oder Unterzucker zu vermeiden und Ihren Blutzuckerspiegel in einem optimalen Bereich zu halten.

Wir stellen Ihnen hier kurz zwei wesentliche Formen des Diabetes vor, es gibt jedoch noch weitere Diabetesgruppen:

Typ-1-Diabetes:

Dieser Typ entsteht durch einen Mangel am Hormon Insulin. Körpereigene Abwehrstoffe zerstören die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Das ist der klassische Insulinmangeldiabetes, der meist schon im Kindesalter beginnt. Im Prinzip handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Bei diesem Diabetestyp ist der Erkrankte auf das Spritzen von Insulin angewiesen.

Typische Symptome: Häufiges Wasserlassen, starkes Durstgefühl und Müdigkeit/Kraftlosigkeit.

Typ-2-Diabetes:

Dieser entsteht zum einen durch eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin (Insulinresistenz), zum anderen führt die dadurch provozierte Überproduktion von Insulin zur "Erschöpfung" der insulinproduzierenden Körperzellen (Betazellen) in der Bauchspeicheldrüse. Die Ausschüttung von Insulin ist also zusätzlich gestört, man spricht von einer Betazelldysfunktion. Dieser Typ wurde früher auch noch "Altersdiabetes" genannt, da er meist erst im Erwachsenenalter begann. Dieser Typ kann jedoch auch schon junge Menschen betreffen. Die Ursachen sind noch nicht bis ins letzte Detail geklärt, als gesichert gilt, dass es sich um ein Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren handelt, neben der genetischen Ausstattung spielen Übergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel eine entscheidende Rolle.

Typische Symptome: Oft meist keine schweren Symptome im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes. Bisweilen besteht eine Anfälligkeit für Infekte oder es kommt zu Sehstörungen oder Müdigkeit. Unabhängig davon kann es jedoch nach Jahren zu den oben genannten Folgeschäden kommen, falls die Erkrankung wegen ihrer anfangs eher milden Symptome nicht ernst genug genommen wird und eine gute Einstellung des Blutzuckerspiegels unterbleibt!